Mein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Genders Dialog Society

Tischkultur im Wandel der Zeit

D19_Holz_Artikelbild_externFür uns ist selbstverständlich, dass wir mit Gabel, Messer und Löffel essen. Manche meinen sogar, dass das ein Zeichen einer guten Kinderstube sei. Doch warum ist das eigentlich so? Schließlich essen nicht alle Menschen auf dieser Welt mit dem uns bekannten Besteck. In Asien werden beispielsweise Stäbchen verwendet – das ist für uns oft ganz schwierig. Bei uns in Europa gilt es als unschicklich, bei Tisch zu schmatzen und zu rülpsen. Das gehört in China sozusagen zum „guten Ton“ – man zeigt damit, dass einem das Essen schmeckt.

 „Sage mir, wie du isst, und ich sage dir, was du bist.“ Diese Aussage aus dem 18. Jahrhundert von dem französischen Schriftsteller Jean Anthelme Brillat-Savarin ist nach wie vor aktuell. Dass hier ganz viel Wahres dran ist, zeigen uns immer wieder die mit Humor gewürzten Erzählungen der Restaurantfachkräfte oder die Episoden aus dem beruflichen Alltag, die hier einerseits zum Schmunzeln sind, doch auch zum Nachdenken anregen. Oft reflektieren wir während eines Knigge-Dinners über den Wandel der Umgangsformen. Wir fragen uns beispielsweise, ob uns das Verhalten unserer Kinder und Enkelkinder gefällt. Ist dieser Wandel positiv oder negativ zu sehen? Sollten wir uns diesen Entwicklungen anpassen oder an der Tradition festhalten?

Für uns ist selbstverständlich, dass wir mit Gabel, Messer und Löffel essen. Manche meinen sogar, dass das ein Zeichen einer guten Kinderstube sei. Doch warum ist das eigentlich so? Schließlich essen nicht alle Menschen auf dieser Welt mit dem uns bekannten Besteck. In Asien werden beispielsweise Stäbchen verwendet – das ist für uns oft ganz schwierig. Bei uns in Europa gilt es als unschicklich, bei Tisch zu schmatzen und zu rülpsen. Das gehört in China sozusagen zum „guten Ton“ – man zeigt damit, dass einem das Essen schmeckt.

Am Anfang der Entwicklung des Bestecks stand ein steinzeitliches Universalgerät, welches einem Messer mit Griff bereits ähnelte, doch gleichzeitig Waffe und Speisewerkzeug war. Während des Spätmittelalters und der Renaissance war es üblich, dass jeder Bürger sein eigenes Essbesteck in einem Futteral mit sich trug. War er bei einem anderen Gast, benutzte er also sein eigenes Besteck. Erst später wurden dem Gast zum Speisen auch das Werkzeug an den Platz gelegt. Die Esswerkzeuge erhielten immer funktionellere Formen, die Teile wurden wesentlich handlicher, waren nicht mehr so grob.

Der geschichtliche Hintergrund von „Knigge“ ist für viele überraschend. Im allgemeinen wird ja vermutet, dass Adolf Freiherr von Knigge DAS Regelbuch für gutes Benehmen geschrieben hat. Und obwohl er sich selbst nie so gesehen hat, wird Adolf Freiherr Knigge heute mehr denn je als Benimm-Papst gerühmt.
“Über den Umgang mit Menschen”, sein bedeutendstes und bekanntestes Werk, verfasste er im Jahre 1877.
Beiträge über den Umgang mit Messer und Gabel wird man darin jedoch vergebens suchen; diesen Themen hatten sich bereits lange vor Knigge viele Gelehrte und Schriftsteller gewidmet.

Einer der bedeutendsten unter ihnen war Erasmus von Rotterdam, ein niederländischer Theologe und Philosoph.
Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts schrieb er das viel beachtete Benimm-Buch “De civilitate morum puerilium”. Zunächst der Aristokratie und dem traditionellen Bildungsbürgertum vorbehalten, breitete sich die Etikette insbesondere in der Gründerzeit des Kaiserreichs in Deutschland in den gehobenen Kreisen aus, bis sie zu einem festen Bestandteil wurde. Viele aufstiegsorientierte Bürger erkannten schnell, das Geld alleine nicht als Eintrittskarte in die feine Gesellschaft ausreichte.

Heute mehr denn je hat man erkannt, dass neben einer hervorragenden Ausbildung guter Ton, Stil und Manieren gleichermaßen für den Erfolg im Beruf und privat unabdingbar sind. Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und korrekte Umgangsformen sind der Schlüssel für erfolgreiche Gespräche, eine motivierende Arbeitsatmosphäre und eine reibungslose Zusammenarbeit. Das gilt im Geschäftsleben und im privaten Umgang auf allen Ebenen gleichermaßen. Nur wer es versteht, mit Fingerspitzengefühl die Nuancen und Stimmungen im Verhalten zu erkennen und positiv zu steuern, wird nachhaltig Erfolg haben.

http://www.gendersdialogsociety.com/das-perfekte-knigge-dinnertischkultur-im-wandel-der-zeit/

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Über Heike Holz

Heike Holz ist Expertin für Erfolg und ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung. In ihren Vorträgen und Seminaren geht es um selbstbewusstes, souveränes und authentisches Auftreten. Professionell überzeugt sie auf unterhaltsame, angenehme Weise, wie Sie Glück und Motivation aktiv beeinflussen. Eine ihrer großen Stärken ist, dem Menschen zu helfen, seine echte Persönlichkeit zu entfalten. Mit Freude und Enthusiasmus berät sie mit ihrer empathischen und einfühlsamen Art neben namhaften Firmen auch Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung in der Bedeutsamkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation. Neben allen Erfolgsfaktoren ist es jedoch genauso wichtig, gesund und frei von mentalen Barrieren zu sein und den Menschen ganzheitlich zu betrachten, um die innere Balance wieder herzustellen. Neben den klassischen Trainingsmethoden unterstützt sie ihre Kunden mit systemischen Familien- und Organisationsaufstellungen und weiteren leicht erlernbaren Transformationstechniken. Ihr Experten-Know-how erlernte Heike Holz bei den besten Trainern weltweit, unter anderem direkt bei Nikolaus B. Enkelmann, Samy Molcho, Anthony Robbins, Chuck Spezzano und Rüdiger Dahlke. Sie ist professionelles Mitglied bei der German Speakers Association (GSA) und im Deutschen Rednerlexikon. Seit 2008 veröffentlicht Heike Holz im Internet regelmäßig Hörsendungen – sogenannte Podcasts – und begeistert mit "Das Abenteuer Stil und Etikette" und "Charisma & Persönlichkeit" über 10.000 Hörer, die sich auf diese Weise regelmäßig rund um das Thema Souveränität und Persönlichkeitsentwicklung informieren und weiterbilden. Sie ist Erfolgsautorin des Buches „Knips dein Licht an - So geht es besser mit dir und den anderen“. Ihre CDs „Das mentale Training-Charisma“ und „Balsam für die Seele“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: www.heikeholz.de
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